Laut des Jahresberichts der European Photovoltaic Industry Association (EPIA), wurden im Jahr 2011 rund 11 Gigawattpeak (GWp) mehr an Photovoltaikleistung installiert, als noch im Vorjahr. Im Jahr 2010 gingen etwa 16,6 GWp ans Netz, 2011 waren es 27,7 GWp. Damit erreicht die Solarenergie, mit einer global installierten Gesamtleistung von 67,4 GWp, Platz drei der erneuerbaren Energien hinter der Wind- und Wasserkraft.
Die führenden Märkte sind auch 2011 immer noch in Europa zu finden. Von den 27,7 GWp entfielen fast 21 GWp auf die europäischen Länder, wobei allein Italien und Deutschland 60% zum weltweiten PV-Wachstum beigetragen haben. Italien gelang es 2011 erstmals Deutschland in seiner Solar-Vorreiterrolle Konkurrenz zu machen. Für den Zubau an neu installierten Anlagen im Jahr 2011 landet Italien mit 9000 Megawattpeak (MWp) vor Deutschland, wo 7500 Megawattpeak installiert wurden. Bei der kumulierten Kapazität liegt Italien mit 12,5 GWp allerdings noch weit hinter Deutschland mit 24,7 GWp zurück. Von der nun global erreichten Leistung von 67,4 GWp entfallen insgesamt 50 GWp auf Europa.
Stellt man eine Rangliste für den weltweiten Zubau auf, folgen auf Platz drei bis sechs, nach Italien und Deutschland, China mit 2000 MWp, die USA mit 1600 MWp, Frankreich mit 1500 MWp und Japan mit 1000 MWp. Platz sieben geht an Australien (700 MWp), gefolgt von fünf europäischen Ländern: Großbritannien (700 MWp), Belgien (550 MWp), Spanien (400 MWp), Griechenland und der Slowakei (350 MWp). Erstaunlich ist, dass Tschechien, im Jahr 2010 noch der drittgrößte europäische PV-Markt, fast gänzlich von der Photovoltaik-Landkarte verschwunden ist. 2011 wurden in Tschechien, nach drastischen Kürzungen der Einspeisetarife und reichlicher Verunsicherung der Investoren, gerade noch 10 Megawattpeak installiert.
Auch die Märkte außerhalb Europas tragen ihren Teil zum Bau neuer Solaranlagen bei, allerdings blieben diese bisher hinter ihrem enormen Potential zurück, betont die EPIA-Studie: „…in particular China, the USA and Japan, but also Australia and India, have addressed only a very small part of their enormous potential; several countries from large sunbelt regions like Africa, the Middle East, Asia and South America are on the brink of starting their development.”